WM-Notizen

14 DRV-Boote waren heute in den 20 WM-Läufen zu sehen. Der Vierer mit Steuermann ist nach Platz fünf nicht mehr im Rennen, der leichte Zweier ohne qualifiziert sich ebenso fürs B-Finale wie der Frauen Zweier ohne. Es war mit 31 Grad ein heißer Tag mit leichtem Schiebewind, der eine ganze Reihe von Weltbestzeiten einbrachte. Dazu trug auch der Männer-Doppelzweier aus Litauen bei, der einen Lauf vor Lotz/Finger unterwegs war. Am Freitagmorgen, 9.15 Uhr, startet das Hauptstadtduo im Hoffnungslauf und will den Einzug ins Halbfinale perfekt machen.

Die erste Nacht, der erste Morgen im WM-Quartier in Plovdiv. Heute ging es endlich aufs Wasser. Morgen ist WM-Feeling im Theater von Philippopolis (116–117 n. Chr.) in der Altstadt von Plowdiv angesagt. Vor der Eröffnungsfeier erste Eindrücke von HRG’ler Johannes Lotz, der sich mit Anton Finger auf den Vorlauf im Doppelzweier vorbereitet. „Heute haben wir unsere erste Trainingseinheit in Plovdiv auf der Regattastrecke absolviert und konnten erste Eindrücke sammeln. Die Temperaturen waren heute zum Glück noch nicht so heiß, wie es die nächsten Tage vorhergesagt ist, was zum Training sehr angenehm war. Wir freuen uns schon auf die Eröffnungsfeier Dienstagabend und darauf, dass es dann endlich losgeht!“

In den zehn Vorentscheidungen mit mehreren Läufen lag der DRV dreimal vorne. Zwei zweite und dritte Plätze sowie Rang vier, fünf und sechs lautet das Dienstagsergebnis. Morgen steht mit 20 Vor- und Hoffnungsläufen das Doppelte an Rennen auf dem WM-Programm. Den Auftakt macht der Frauen-Achter um 9 Uhr (Ortszeit). Der Männer-Doppelzweier mit HRG’ler Johannes Lotz/Anton Finger (Berliner RC) greift um 9.50 Uhr (Ortszeit) erstmals ins WM-Geschehen ein. Er liegt auf Bahn zwei, flankiert von Thailand und Indonesien. Auf der Tribünenseite Belgien und Spanien. Der Sieger zieht direkt ins Halbfinale. Die Zweit- bis Fünftplatzierten müssen am Freitagvormittag noch mal ran.

Das DRV-Team hat Quartier bezogen – ein gutes Viertelstündchen von der WM-Strecke entfernt im Norden Plovdivs. Wettertechnisch erinnert alles an die letzten Tage in Ratzeburg: trüb, 18 Grad. Am Montag mit 22 Grad kaum besser. Das soll sich ändern. Bis zur Wochenmitte 32 Grad und Sonne pur. Der Regattakurs mit Erholungs- und Kulturpark wird erst am Montag in Augenschein genommen. Er ist der größte auf dem Balkan: 2.200 Meter lang, 120 Meter breit und drei Meter tief. Die Zuschauertribüne bietet 800 Plätze. Am Dienstagabend, 19 Uhr, Eröffnungsfeier im römischen Amphietheater.

Die Sonne kommt – und die DRV-Teams langsam in Fahrt. Training, chillen und Party am Abend im antiken Theater von Philippopolis. Die Eröffnunsgfeier schickt die erste Stimmungswelle in die U23-WM: Flotte Musik und Akrobatik, gepaart mit feierlichen Akzenten, Nationalhymne und Grußworten der bulgarischen Organisatoren. FISA-Präsident Jean-Christophe Rolland ist ausnahmsweise mal nicht in der Menge – er reist später an. Die Nationalteams tanzen nach 30 Minuten gut gelaunt aus der Arena. Am nächsten Tag geht’s ans Kräftemessen auf dem Wasser.