Weichenstellung in Ratzeburg. Johannes Lotz 5. in der Rangliste

Am Wochenende hatte Ratzeburg zum 59. Mal den internationalen Rudersport zu Gast. Ruderer aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Hongkong, Madagaskar, Norwegen, Polen und Tschechien waren an dem Start. Vor allem für den U23 Bereich ist das ein gute Test-Möglichkeit von den Jahrgangsmeisterschaften am 23. Juni 2018 in Köln.

Der Deutsche Ruderverband nutzt den Freitag um eine Rangliste in den Kleinbooten auszufahren. Für Johannes Lotz war das Rennen am Freitag entscheidend über den weiteren Verlauf der Saison. Das Ergebnis liefert wichtige Erkenntnisse für die Vergabe der WM Plätze. Johannes Lotz konnte gleich mit einem Sieg im Vorlauf auftrumpfen. Im Endlauf belegt er den fünften Platz. Vor dem Hintergrund, dass es sieben WM Plätze gibt, ist das eine exzellente Ausgangsposition für die Qualifikation zur WM. Die erste Reaktion von Johannes war: "Nach der etwas durchwachsenen Saison in diesem Jahr, war ich nach dem Rennen hier in Ratzeburg sehr erleichtert. "

So wurden dann die Mannschaften für die Ratzeburger Regatta am Samstag und am Sonntag auch gleich von Bundestrainerin Brigitte Bielig an Hand der Rangliste vom Freitag gesetzt. Johannes Lotz ging am Samstag mit Marc Weber, dem Zweiten von der Rangliste, aus Gießen im Doppelzweier an den Start. Im Vorlauf war es ein Bord an Bord Rennen zwischen vier Booten, darunter Anton Finger (3. RL) und Henrik Runge (1 RL). Anton Finger war der Doppelzweier-Partner von Johannes im letzten Jahr. Nach und nach schob sich dieses Boot an die Spitze und konnte mit knapp 2 Sekunden vor dem Boot mit Johannes in das Ziel gehen. Dazwischen war noch ein weiteres Boot mit Rommelmann (8.RL) und Schwinde (6. RL), so dass Johannes und Marc auf den dritten Platz kamen.

Im Endlauf legte sich von Anfang an das Boot des polnischen Ruderverbandes in Führung. Knapp dahinter fuhren Finger/Runge. Johannes Lotz und Marc Weber fielen dann auf der Strecke etwas nach hinten. Die Polen ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Aber das Team von Johannes zog noch einmal einen starken Endspurt an und konnten die Distanz zum zweiten Boot auf weniger als eine Länge verringern und kam schließlich als drittes Boot ins Ziel.    

Am Sonntag konnten Johannes und Marc am Morgen ihren Vorlauf gewinnen. Im Finale waren Henrik Runge und Anton Finger wieder nicht zu schlagen. Wieder ließ Johannes und Marc das Team aus Berlin und Hamburg etwas zu weit auf der Strecke wegfahren. Mit etwas mehr als einer Länge Vorsprung konnten Runge/Finger das Rennen gewinnen. Auf einen sehr guten zweiten Platz kamen Johannes Lotz und Marc Weber. Diesmal zog das Team nicht mehr zu einem so starken Endspurt wie am Vortag an. Immerhin ist am Nachmittag noch der Doppelvierer, der mit Marc Weber (Gießen), Henrik Runge (Hamburg) und Anton Finger (Berlin) aus den siegreichen Doppelzweiern gebildet wurde.

Hauptgegner im Doppelvierer war das zweite Deutsche Boot, das mit Hacker, Junge, Rommelmann und Schwinde gebildet wurden. Gemäß Rangliste hätte dieses Boot langsamer sein müssen. Ein etwas zu langsamer Start von dem Boot mit Johannes gab der gegnerischen Mannschaft den psychologischen Vorteil sich mit etwas mehr als einen Luftkasten abzusetzen. nach vorne zu schieben. Sie konnten sich sogar auf der Strecke noch einen weiteren Vorsprung erarbeiten und siegten mit knapp einer Länge Vorsprung.

Wie man sieht ist die Leistungsdichte im Skull-Bereich der U23 Männer-B sehr hoch. Man darf gespannt sein, ob die Mannschaften für die U23 DM noch einmal umgesetzt werden. Sollten Sie so bleiben, gilt es auf der Meisterschaft einen deutlichen Vorsprung heraus zu fahren, damit eine direkte Nominierung erfolgen kann.

Samstag
Rennen Besatzung Vorlauf Finale
SM 2x A/B Johannes Lotz, Anton Finger (Berlin) 3.Platz 3.Platz
Sonntag
Rennen HRG Teilnehmer Vorlauf Finale
SM 2x Johannes Lotz 1. Platz 2. Platz
SM 4x- A/B Johannes Lotz 2. Platz